Die Fachschaft Geschichte/Sozialkunde

geschichte sozialkunde unterrichtende Lehrkräfte: 10

Geschichte ab der 6. Jahrgangsstufe; Sozialkunde ab der 10.

 

Geschichte  - Was ist das eigentlich?

Nennt man das Fach Geschichte, so hört man häufig Antworten wie „ Ach, da muss man nur Jahreszahlen und Fakten auswendig lernen “ oder  „ Erzähle mir doch keine Geschichten von früher, das alles hat doch mit uns heute nichts mehr zu tun “. Wenn man Geschichte als ein stures Lernfach begreift, ist es wirklich schwierig zu erklären, warum Geschichte für uns und für das Leben der Schüler bedeutsam sein soll. Wenn man sich aber klar macht, dass jeder Mensch, jede Familie, jedes Volk seine eigene Geschichte hat und dass das, was heute geschieht, morgen schon Geschichte sein wird, wird diesem Fach einen anderen Stellenwert zubilligen. Wer sich für Geschichte interessiert, will aber nicht nur wissen, was geschehen ist, sondern auch wann und warum es geschehen ist und welche Auswirkungen dieses Ereignis bis in unsere Gegenwart hat. Wir wollen daher unsere Schüler in dem Sinne an die Geschichte heranführen, indem wir vermitteln, dass man aus der Vergangenheit unterschiedliche Entwicklungen, Ereignisse und Probleme früherer Zeiten und Menschen kennen lernen kann, dass Geschichte von Menschen gemacht wird und dass jeder Mensch Teil der Geschichte ist.
 
Vor dem Hintergrund dieser Einschätzung wollen wir die Einsicht fördern, dass Geschichtswissen nicht ein trockener Stoff ist, der vom allwissenden Lehrer vermittelt wird, sondern dass die Schüler selbst gefordert sind und man gemeinsam nach Erkenntnissen strebt.
 Das Fundament unserer Arbeit ist sind Geschichtskarten, Quellentexte, Karikaturen, audiovisuelle Medien  u.a. Aber auch die Form des Erzählens kann ein geschichtliches Bild beim Schüler wecken, z.B. ein Ausschnitt aus dem Lebens des jungen Alexanders des Großen.
Um den Schülern historische Entwicklungen transparenter zu gestalten, machen wir Exkursionen wie zur Gedenkstätte Dachau, in Museen oder Schlösser, der Erlebnisfaktor kam beim Steinzeittag zum Tragen, bei dem Sechstklässler selbst steinzeitliche Geräte herstellten und ein Gefühl für diesen Lebensraum bekamen. Besonders wichtig  sind auch die Zeitzeugen, die uns durch ihre Vorträge unterstützen und uns in ihre Zeit versetzen. So waren bereits bei uns zu Gast Frau Marie Luise Schultze-Jahn, die ihr Leben als Widerstandskämpferin im Dritten Reich vermittelte, sowie Herr Dr. Seiters, der 1989 die Grenzöffnung zu Ungarn hautnah miterlebte.  
So ist zu sagen, dass man in Geschichte sicherlich auch etwas lernen muss, weil ohne Fakten und Jahreszahlen es schwierig ist, eine historische Einordnung zu entwickeln. Es ist aber vor allem auch ein Denkfach, da man Ereignisse verstehen, analysieren und problematisieren muss. Diese Fähigkeiten sind für die geistige Entwicklung unserer Schüler von großer Bedeutung.