Projekt: Geschichte / Sozialkunde Migration und Integration in Deutschland

Projekt: Geschichte / Sozialkunde Migration und Integration in Deutschland

integrationWarum konnten Deutsche vor über 200 Jahren in der ehemaligen Sowjetunion steuerfrei leben?
Warum hatte Deutschland im 18. und 19. Jahrhundert für Russland eine immense Bedeutung?
Unter welchen Voraussetzungen können in Deutschland lebende Ausländer Deutsche werden?

Über all diese und viele weitere Fragen informierte Jakob Fischer, Experte für Migration in Deutschland und Russland, die Schüler der zehnten Jahrgangsstufe mit einer interessanten Powerpoint-Präsentation sowie mit abwechslungsreichem Video- und Kartenmaterial.

 

Intensiv ging er dabei auf die geschichtlichen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland ein, beginnend bei den ersten Deutschen, die 1763 nach Russland immigrierten, bis hin zur aktuellen Außenpolitik der beiden Länder.
Dieser Part gestaltete sich besonders interessant, da das Thema der Russlanddeutschen und der Wolgarepublik im Schulunterricht nur kurz behandelt wird.

Jakob Fischer selbst ist in Usbekistan geboren, aufgewachsen und war dort als Geschichts- und Russischlehrer tätig.
Im Vortrag erzählte er ausführlich über seinen Weg nach Deutschland und machte so eindrucksvoll deutlich, wie Migration und Deportation vor einigen Jahrzehnten, aber auch heute noch das Leben der Menschen bestimmten und bestimmen.

Nach Russland-Deutschland behandelte Herr Fischer die heutige Migrationspolitik Deutschlands und veranschaulichte diese anhand von mehreren Filmen und Zahlenbeispielen.

Nach dem dreistündigen Vortrag durften die Schüler in den Informatikräumen über ein selbst gewähltes Thema über Migrationsgruppen in Verbindung mit Deutschland recherchieren und im Anschluss daran in kleinen Gruppen ihre Ergebnisse in kurzen Präsentationen ihren Mitschülern vorstellen.

Der Tag war für alle Beteiligten sehr aufschlussreich und bot eine gute Abwechslung zum normalen Geschichtsunterrichts- und Sozialkundeunterricht.

Die Schüler bedanken sich bei Herrn Fischer für seinen Vortrag, einschließlich seiner Arbeit und Mühe und die damit verbundene Zeit.