Jugend forscht Teilnehmer

Jugend forscht Teilnehmer

2014

Lukas Vogl und Daniel Teiß

jf2014

Bayerischer Landeswettbewerb: Landessieger im Bereich Physik
Bundeswettbewerb: 5. Preis Physik

Achtung Hochspannung – Ionendrift in Gasen

Führt man einem Gas genügend Energie zu, so können sich dessen Bestandteile – Atome und Moleküle elektrisch aufladen. Sie werden zu „Ionen“. Lukas Vogl und Daniel Teiß haben sich in ihrer Forschungsarbeit dafür interessiert, wie sich die elektrisch geladenen Teilchen im Gas verhalten. Dazu konzipierten sie einen Apparat, mit dem sich Ionen erzeugen und genauestens vermessen lassen. Dabei dient ein spezieller Detektor als eine Art Kamera, die es erlaubt, den Weg der Ionen durch ein gasgefülltes, unter Hochspannung stehendes Plexiglasrohr zu verfolgen. Im Prinzip könnte sich das Verfahren nach Ansicht der Jungforscher als simple Methode zur Gasanalyse eignen.

2013

Korbinian Urban

Bayerischer Landeswettbewerb: Landessieger im Bereich Physik, Bundeswettbewerb: Bundessiegjf2013
Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit
Einladung zur "Expo-Sciences Europe 2013" in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate – Deutsche UNESCO-Kommission e. V.

Eingefrorene Momente – Kurzzeitfotografie mithilfe einer Flächenlichtschranke

Seine Fotos sind legendär: Um das Jahr 1880 nahm Eadweard Muybridge Bildserien von galoppierenden Pferden und sprintenden Athleten auf – und gilt deshalb als Pionier der Hochgeschwindigkeitsfotografie. Korbinian Urban tritt nun mit seiner Arbeit in die Fußstapfen des berühmten Engländers. Doch statt Fotofilm und Drahtauslöser nutzte er moderne Technologie für seine Aufnahmen. Das Prinzip: Ein schnell nach unten fallendes Objekt löst eine Lichtschranke aus. Diese aktiviert ein Blitzlicht, wodurch der Chip einer Digitalkamera belichtet wird. Mit seinem Aufbau gelangen Korbinian Urban eindrucksvolle Aufnahmen von fallenden Wassertropfen und zerspringenden Glasplatten.

2009

Christoph Kandlbinder, Erik Haehl und Kilian Zinnecker

Bayerischer Landeswettbewerb: Landessieger im Bereich Physikjf2009
Bundeswettbewerb: Preis der Deutschen Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung

Krebserregender Raumluft auf der Spur – Bau und Anwendung eines Radondetektors auf Basis einer Impulsionisationskammer

Radon ist ein radioaktives Gas, das aus Wänden oder Fußböden eines Hauses in Wohn- oder Kellerräume gelangen kann. Das Gefährliche: Werden diese Räume schlecht gelüftet, droht die Radon-Konzentration in der Luft so zuzunehmen, dass sie krebserregend wirkt. Um die Radonkonzentration in einem Haus zu überwachen, haben Christoph Kandlbinder, Erik Haehl und Kilian Zinnecker einen Radondetektor konstruiert. Jeder Radonzerfall liefert einen kurzen Stromimpuls, der verstärkt und mit dem Soundeingang eines PCs aufgezeichnet wird. Das Gerät ist so empfindlich, dass es einzelne Atome beim Zerfallen beobachten und dadurch die Strahlenbelastung der Luft genau überprüfen kann.

2006

jf2006

Magnus Anselm und Sebastian Glasl

Bayerischer Landeswettbewerb: Landessieger im Bereich Physik
Bundeswettbewerb: 3. Preis Physik
Große Tropfen, kleine Tropfen – Bau eines Tropfenspektrometers

Jeder kennt sie, die grauen Tage, an denen der Regen kein Ende zu nehmen scheint. Mal gibt es kräftige Schauer, dann wieder Nieselregen. Das Wetter kennt viele Arten des Niederschlags. Doch was sind das eigentlich für Tropfen, aus denen er besteht? Um eine Antwort auf diese Frage geben zu können, entwickelten Sebastian Glasl und Magnus Anselm das so genannte Tropfenspektrometer. Ein Messgerät, mit dem es möglich ist, jeden einzelnen Tropfen zu analysieren, genauer gesagt: seine Größe und den Zeitpunkt des Auftreffens zu bestimmen. Mit den so gewonnenen Daten konnten die beiden jungen Forscher eine Tropfengrößenverteilung und einen zeitlichen Verlauf des Niederschlags erstellen - ein optimales Werkzeug, um Niederschläge zu charakterisieren. Denn, was viele nicht wissen, jede Art von Niederschlag hat seine eigene, charakteristische Tropfengrößenverteilung.

2004

Andreas Reiserer

jf2003Bayerischer Landeswettbewerb: Landessieger im Bereich Physik
Bundeswettbewerb: Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für eine herausragende Arbeit aus dem Fachgebiet Physik

Überschallknall mit Licht – Cerenkovlicht schneller Myonen

Winzige geladene Elementarteilchen, zu denen auch Myonen zählen, können extrem schnell sein. Sie sind in der Lage, annähernd Lichtgeschwindigkeit, also 300 000 Kilometer pro Sekunde, zu erreichen. Fliegt nun solch ein winziger Raser durch Wasser oder Glas hindurch, so gibt er ein seltsames, blass-bläuliches Leuchten von sich. Dieses Cerenkovlicht entspricht in etwa dem Überschallkegel eines Düsenjets, der mit doppelter Schallgeschwindigkeit (Mach 2) durch die Lüfte fegt. Andreas Reiserer hat einen Detektor für das Cerenkovlicht konstruiert. Er verspiegelte die Innenwand eines Rohres, füllte es mit destilliertem Wasser und baute einen Lichtsensor ein, der das mysteriöse Leuchten in elektrische Signale umwandelt und an einen Rechner weiterschickt. Mit diesem Zähler konnte der Jungforscher große Mengen von kosmischen Myonen aufschnappen. Das sind flüchtige Elementarteilchen, die laufend in den oberen Schichten der Atmosphäre durch das Bombardement der kosmischen Strahlung entstehen.

 

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