Haarlem 2015

Ich befinde mich in einem Raum mit 60 anderen Botschaftern aus aller Welt und wir diskutieren gerade über die Menschenrechte von Gefängnisinsassen in den USA. Wo bin ich und was mache ich hier eigentlich? Diese Frage stellten wir, neun Schülerinnen und Schüler aus der Q11, uns während unseres MUN Aufenthaltes in Haarlem, Niederlande, vom Freitag den 27.03 bis Sonntag den 29.03.15 nicht nur einmal.
Aber was ist MUN eigentlich? MUN bedeutet Model United Nations. Diese weltweit veranstalteten Konferenzen geben jungen Menschen die Möglichkeit eine echte UN Konferenz nachzustellen und dort globale Fragestellungen wie zum Beispiel die Krise im Nahen Osten zu durchleuchten und zu debattieren.
In diesen drei Tagen durften wir internationale Kontakte knüpfen und mit Schülern aus über 16 Ländern auf Englisch diskutieren. Dabei folgten wir strengen Gesprächsregeln und sogar einem Dresscode, um möglichst authentische Umstände wie in einem echten Kongress zu schaffen. Jeder Schüler war in einem Council oder Committee (z.B. Human Rights Council) und vertrat dabei die Delegation eines Landes, deren politische Meinung zu bestimmten Themen man sich im Voraus aneignen musste. Mit diesem Wissen fertigt man dann eine Resolution an, die die aktuelle Thematik zu lösen versucht. Über diese wird im Anschluss debattiert und schlussendlich abgestimmt. Wir waren vom hohem Anspruch und dem gewaltigen Engagement aller Teilnehmer fasziniert und hellauf begeistert.
Zu erwähnen ist auch, dass große Teile der  Organisation und Durchführung der Konferenz mit über 580 Teilnehmern von Schülern des Stedelijk Gymnasium in Haarlem gestemmt worden sind.
Untergebracht waren wir für zwei Nächte bei Gastfamilien, welche uns alle sehr herzlich aufgenommen haben. Dadurch erhielten wir auch einen Einblick in den Alltag einer niederländischen Familie und deren Kultur.
Insgesamt hatten wir ein paar unglaublich spannende und interessante Tage in Haarlem, die uns mit Sicherheit nicht nur bezüglich unserer Englischkenntnisse weitergebracht haben. Wir sind sehr dankbar für diese Erfahrung und auch für die tolle Organisation seitens unserer Lehrer, Herr Küst und Frau Willis, denen wir hier auch unseren Dank aussprechen wollen.
Dieses Projekt wird höchstwahrscheinlich nächstes Jahr wieder angeboten werden. Deshalb wollen wir jedem interessierten Schüler empfehlen, diese einmalige Chance zu nutzen, um sich im internationalen Dialog für eine bessere Welt einzusetzen.