Suchtprävention

Drogen sind kein Feind, sondern eine Seuche. Man kann sie wie ein Virus bekämpfen, nicht wie einen Terroristen. (A. Kreye, Süddeutsche Zeitung vom 5.2.2014)


Eine Sucht liegt immer dann vor, wenn eine psychische und/oder physische Abhängigkeit den persönlichen Entscheidungsspielraum eines Menschen beträchtlich einengt. Das bedeutet, dass Suchtprävention sich nicht allein auf Drogen und Alkohol beschränken darf, sondern ein wesentlich weiter gefasstes Spektrum von Gewohnheiten und Abhängigkeiten umfassen muss. Suchtverhalten ist ein menschliches Phänomen mit fatalen Folgen für den Abhängigen und seine soziale Umgebung. Aufgrund der erheblichen Kosten für Prävention und Therapie, den damit meist einhergehenden kriminellen Folgeerscheinungen und den suchtinduzierten Arbeitsausfällen ist Sucht zudem ein schwerwiegendes gesellschaftliches Problem.


Sucht geht jeden an! Deswegen dürfen wir vor ihr nicht die Augen verschließen.
Jeder Schüler, den wir von Suchtmitteln fernhalten können, ist ein gewonnener Schüler!


Suchtprävention ist eine Aufgabe, der sich das Gabriel-von-Seidl-Gymnasium seit Jahren annimmt. Unser vielschichtiges Konzept der Suchtprävention und der Sanktion ist seit Anfang 2013 noch einmal deutlich intensiviert und verdichtet worden. Unser Präventions- und Sanktionskonzept umfasst alle Möglichkeiten, die eine öffentliche Schule ergreifen kann.

Maßnahmen der Prävention:

  • Praxisorientierte Fortbildung der Lehrkräfte zur Symptomerkennung und Präventionsarbeit
  • 6. Jahrgangsstufe: Präventionsveranstaltung „Internet und Computerspiele“ für Schüler
  • 6. Jahrgangsstufe: Informationsveranstaltung „Internet und Computerspiele“ für Eltern
  • 7. Jahrgangsstufe: Präventionsveranstaltung „Alkohol und Nikotin“
  • 9. Jahrgangsstufe: Drogenpräventionsveranstaltung für Schüler
  • 9. Jahrgangsstufe: Drogeninformationsveranstaltung für Eltern

Jahrgangsstufenunabhängig steht neben den Verbindungs- und Betreuungslehrkräften sowie der Schulpsychologin Frau Grasso insbesondere die Sozialpädagogin Frau Strötz persönlich oder in ihrer Telefonsprechstunde zur Verfügung. Da Frau Strötz der Verschwiegenheit unterliegt, ist sie in der Lage, nicht nur Informationen entgegen zu nehmen, sondern Schülern auch individuelle Ratschläge zu geben. Für Eltern wurde eine entsprechende Telefonnummer durch den Elternbeirat eingerichtet.
Eingebettet sind diese Maßnahmen in ein vertrauensvolles Schulklima, in dem Suchtverhalten von Schulleitung, Lehrkräften, Schülern und Elternbeirat offen problematisiert wird und damit stets im schulischen Bewusstsein bleibt. Dazu gehört auch die regelmäßige Befassung im Pädagogischen Netzwerk der Schule, in der WIR-Werte-Gruppe und im Klassenunterricht.

Maßnahmen der Sanktion:

  • Rauchfreie Zone auch im Umgriff des Schulgeländes
  • Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Bad Tölz zur Aufklärung von Hinweisen
  • Aufsichten mit Stichprobenkontrollen im Schulhaus
  • Null-Toleranz für Drogendealer
  • Übermittlung von Konsumenten an die Polizei
  • Pädagogisch begründete Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen für Konsumenten mit Vermittlung an außerschulische Beratungs- und Therapiestellen