Erfahrungen Betriebspraktikum

Erfahrungen Betriebspraktikum

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weitere Berichte:

 

 

Schuljahr 2010/11

Kurzpraktikum in der Palliativmedizin

„Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen, sondern den Tagen mehr Leben geben.“ (Cicely Saunders)
Unter diesem Motto steht die Arbeit der im Jahr 2005 eröffneten Palliativstation D21P des Städtischen Klinikums Karlsruhe. Im Rahmen eines dreitägigen Kurzpraktikums bei dem Verein B.L.u.T.eV (Bürger für Leukämie- und Tumorerkrankte) hatte ich vom 14. bis zum 16. April die Gelegenheit, einen kleinen Einblick in die Arbeit dieser Station zu bekommen. Am interessantesten dabei war für mich zu erfahren, was Palliativmedizin überhaupt bedeutet. Palliativmedizin ist die Behandlung von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung. Das bedeutet, dass diese Patienten keine Hoffnung auf Heilung mehr haben, jedoch auch noch nicht sofort sterben werden. Am wichtigsten ist es daher Schmerzen und andere Krankheitsbeschwerden (z. B. Verstopfung, Schlaflosigkeit) sowie psychologische oder soziale Probleme zu lindern. Auf de Station haben acht Patienten in wohnlich eingerichteten Einzel- und Doppelzimmern Platz. In den Zimmern ist eine Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige vorhanden. Ein weiterer Wohlfühlfaktor ist das Wohnzimmer mit Küche, das Patienten und Angehörigen zur Verfügung steht. Das Behandlungsteam besteht aus Ärzten sowie Schwestern und Pfleger, Sozialarbeiter, Seelsorger, Psychologen sowie Kunst- und Musiktherapeuten. Was mich persönlich am meisten betroffen hat, war der Abtransport eines gerade Verstorbenen, welchen ich am zweiten Tag miterlebt habe. Das hat mir klar gemacht, dass die Arbeit auf der Station letztendlich wirklich auf den Tod hinausläuft, die Ärzte aber trotzdem alles tun, um den Patienten den Übergang in die letzte Etappe ihres Lebens zu erleichtern.

Schülerin, 9. Jahrgangsstufe

 

Mein Betriebspraktikum bei Radio Alpenwelle

Dank der Möglichkeit, von unserer Schule ein freiwilliges Betriebspraktikum zu absolvieren, konnte ich einige außergewöhnliche Erfahrungen bei Radio Alpenwelle sammeln und einen Blick hinter die Kulissen eines Radiosenders werfen. An meinem ersten Tag wurde mir nach einem kurzen Rundgang gleichein Arbeitsplatz mit eigenem Computer zugewiesen. Froh darüber, dass ich so gut integriert wurde, ging es auch schon los: In den ersten Tagen bestand meine Hauptaufgabe darin, so genannte Veranstaltungsmeldungen zu schreiben und zu korrigieren. Außerdem durfte ich Leute in de Innenstadt zu verschiedenen Themen mit dem Aufnahmegerät befragen, was mir persönlich besonders viel Spaß gemacht hat. Gut gefallen hat mir auch das Interviewen am Telefon. Dazu gehörte das anschließende Zusammenschneiden der Aufnahmen. Da ich zuhause ein eigenes einfaches Schneideprogramm auf dem Computer habe, fiel mir der Umgang damit nicht schwer. Nachdem ich die „leichten“ Aufgaben bewältigt hatte, durfte ich mich täglich und die Börse kümmern. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, da alles immer pünktlich fertig sein muss, damit der Ablauf im Betrieb nicht durcheinander kommt. Das, was ich an Radio Alpenwelle zu schätzen gelernt habe, ist der lockere Umgang zwischen den Kollegen. Da der Betrieb ziemlich klein ist, lernte ich jeden einzelnen Mitarbeiter kennen und mit den meisten habe ich mich sofort gut verstanden. Wenn ich Fragen hatte, war immer jemand da, der mir geholfen hat und das war schon eine große Erleichterung. Neben der Arbeit gehörte aber auch der Blick in das On-Air-Studio zu meinen persönlichen Highlights, der mir bewiesen hat, dass es hinter den Kulissen oft nicht so locker zugeht, wie es sich für die Hörer anhört. Während den Wochen im Betrieb habe ich viel dazugelernt und erfahren, wie anstrengend es ist mehrere Wochen am Stück zu arbeiten. Insgesamt waren es drei erlebnisreiche, interessante Praktikumwochen, die mir in sehr guter Erinnerung bleiben werden. Danke an alle, die mir dieses Praktikum ermöglicht haben.

Schülerin, 9. Jahrgangsstufe

 

Mein Betriebspraktikum bei der „Deutschen Bank“ in Bad Tölz

Mein erster Tag in der Deutschen Bank begann um 9.30 Uhr. Ich wurde als Erstes herzlichst von meinem Arbeitgeber empfangen und anschließend meinen Arbeitskollegen vorgestellt. Jeder von ihnen hat sich auf einen bestimmten Bereich spezialisiert, wie z. B. Baufinanzierung, Private Worth Management, Service Center usw. Die ersten zwei Tage durfte ich Herrn Franke, meinem Arbeitgeber sowie Ausbildungsbeauftragten, über die Schulter schauen. Zuvor klärte er mich aber über die Schweigepflicht auf. Ich durfte bei Telefonaten mit Kunden zuhören, Überweisungen ausstellen, Daueraufträge stornieren und Briefe an Kunden verfassen. Ich war überrascht wie groß die Spanne von Kunden bei der Deutschen Bank ist. Wir hatten Kunden aus Australien bis nach Amerika (Ich konnte sogar selbst einmal bei einem Telefonat mit einem Kunden aus den USA dabei sein). Ferner durfte ich eine Liste führen bei der ich jeden Tag vor dem Öffnen der Bank kontrollieren musste, ob z. B. jeden Tag eine aktuelle Zeitung in der Lounge für Kunden lag, ob der Eingangsbereich sauber war oder ob gar an den Selbstbedienungsterminals Geräte zur Manipulation angebracht waren. Bereits an meinem dritten Arbeitstag durfte ich Kunden selbst am Schalter betreuen, ich konnte sie über ihren Kontostand informieren, größere Beträge wechseln, USD in Euro wechseln und Geld ein- und auszahlen. Die Beträge, die ich ein- und auszahlte beliefen sich in einer Höhe von 10 € bis zu Werten in Höhen von 12.000 €! Nach einigen Tagen hatte ich meinen eigenen Arbeitsplatz, der unmittelbar in der Nähe des Schalters war, so konnte ich jeden Kunden bedienen. Mehrere Male musste ich mich sogar auf Englisch verständigen, da wir Kunden aus den USA bzw. aus Indien hatten. Auch bekam ich die Aufgabe zugeteilt die Bank jeden Tag fünf Minuten früher zu öffnen als sie auch fünf Minuten später zu schließen. Insgesamt hat mir mein Betriebspraktikum sehr viel Spaß gemacht und ich möchte mich zum einen bei meiner Schule bedanken dafür, dass ich die Gelegenheit bekommen habe einen Einblick in die Berufswelt zu erhalten als auch bei meiner Praktikumsstelle selbst dafür, dass ich so ein lehrreiches als auch aufschlussreiches Betriebspraktikum genießen durfte. Auch bei meinen Kollegen möchte ich mich bedanken dafür, dass ich so gut eingearbeitet worden bin. Abschließend möchte ich an alle Schüler appellieren, die Gelegenheit zu nutzen , um Erfahrungen zu sammeln und keine falschen Eindrücke von der Arbeitswelt zu bekommen.  

Schülerin, 9. Jahrgangsstufe

Schuljahr 2009/10
Mein Betriebspraktikum im Augsburger Zoo
 
Giraffen, Zebras & Co -so begann mein Betriebspraktikum Anfang April im Augsburger Zoo. Im Rahmen des freiwilligen Betriebspraktikums für die neunte Jahrgangsstufe hatte ich das große Glück, einen Praktikumsplatz im Zoo zu ergattern. Das Praktikum sollte uns Schülern einen kleinen Einblick in die Arbeitswelt verschaffen. Während dieser Zeit konnte ich bei meiner Tante, fünf Minuten vom Zoo entfernt, wohnen. Um 7.30 h begann mein erster Arbeitstag und für diesen Tag war mein Einsatzgebiet das Giraffenrevier. Dort haben wir (der Tierpfleger und ich) als erstes die Zebraställe komplett entmistet und anschließend die Boxen neu mit Stroh eingedeckt. Der Zoo ist nämlich in sieben große Bereiche aufgeteilt. Fünf davon habe ich näher kennen gelernt: das Giraffen-, Vogel-, Affen-, Robben- und das Löwen-Bären-Revier. Viele Leute denken, dass der Tierpfleger permanent direkten Kontakt zu den Tieren hat. Im Gegenteil, den meisten sollte man lieber nicht zu nahe kommen, denn es sind ja nach wie vor Wildtiere! Dennoch hat mich der Blick hinter die Kulissen des Zoos fasziniert. Das Sauberhalten von Stallungen und Außenanlagen durch Entmisten, Kehren und Putzen gehört generell zum Alltag eines Tierpflegers dazu. Diesen Beruf kann man übrigens in drei Ausbildungsjahren erlernen. Gerade die Futterküche bot mir täglich einen Einblick in die Vorlieben der verschiedensten Tierarten. Und ein Tierpfleger hat auch eine enorme Verantwortung für die Zoo-Tiere. Deshalb liegt die höchste Priorität in der 1-A-Qualität des Futters. Alles in allem werden die Tiere, was Fütterung, Haltung und Pflege anbetrifft, perfekt behandelt. Obwohl der Job im Zoo ausschließlich mit körperlicher Arbeit verbunden war, hat mir das Praktikum sehr viel Freude bereitet und ich kann ein Praktikum dieser Art nur jedem empfehlen. Ein nettes Erlebnis zum Schluss: angreifende Nandus (Straußenähnlicher Laufvogel) muss man am Hals packen und schütteln, dann wissen Sie, wer der Herr ist und ergreifen schlagartig die Flucht.
 
Schüler, 9. Jahrgangsstufe
 
 
Praktikum bei „Grüne Modellbau“ in Wolfratshausen
 
Dank der Möglichkeit, von unserer Schule ein freiwilliges Betriebspraktikum zu absolvieren, konnte ich viele Erfahrungen in Bezug auf den Beruf Modellbauer sammeln. Mein Praktikum verbrachte ich bei „Grüne Modellbau“ in Wolfratshausen. Dort durfte ich sowohl den Mitarbeitern „über die Schulter schauen“, als auch selbst zwei Mal etwas bauen. Zuerst durfte ich einen Würfel aus einer Art Kunststoff (Polystyrol) fertigen, wobei ich ziemlich genau arbeiten musste. Für die Würfelaugen durfte ich mit der Ständerbohrmaschine ca. 5mm tiefe Löcher anbohren, welche ich anschließend mit weißem Gießharz ausgegossen habe. Nachdem der Würfel fertig war, durfte ich mir ein Projekt aussuchen. Praktikum bei „Grüne Modellbau“ in Wolfratshausen Dank der Möglichkeit, von unserer Schule ein freiwilliges Betriebspraktikum zu absolvieren, konnte ich viele Erfahrungen in Bezug auf den Beruf Modellbauer sammeln. Mein Praktikum verbrachte ich bei „Grüne Modellbau“ in Wolfratshausen. Dort durfte ich sowohl den Mitarbeitern „über die Schulter schauen“, als auch selbst zwei Mal etwas bauen. Zuerst durfte ich einen Würfel aus einer Art Kunststoff (Polystyrol) fertigen, wobei ich ziemlich genau arbeiten musste. Für die Würfelaugen durfte ich mit der Ständerbohrmaschine ca. 5mm tiefe Löcher anbohren, welche ich anschließend mit weißem Gießharz ausgegossen habe. Nachdem der Würfel fertig war, durfte ich mir ein Projekt aussuchen. Meine Entscheidung fiel auf eine Fingerboardrampe aus 8mm Spanplatten. Dabei sägte ich zuerst die Seitenteile grob mit der Stichsäge aus und feilte sie dann exakt im Winkel nach. Dann waren die Stufen und die Auffahrtsrampe an der Reihe. Den Winkel für die Auffahrt schnitt ich mit der Fräse. Zuletzt kam noch ein Geländer über die Stufen, dann war die Rampe fertig. Im Schnitt arbeitete ich ca. 8 Stunden am Tag, inklusive Mittagspause von 12 Uhr bis ungefähr 12.45 Uhr. Insgesamt haben mich die Projekte der Modellbauer sehr interessiert und fasziniert und ich könnte mir gut vorstellen, später vielleicht einmal in diesem Bereich zu arbeiten.  
 
Schüler, 9. Jahrgangsstufe
 
 
Bericht über das Praktikum in der Sing- und- Musikschule Bad Tölz
 
Ein eher ungewöhnliches Praktikum durfte ich im Rahmen des freiwilligen Betriebspraktikums in der Sing- und Musikschule Bad Tölz absolvieren. Da ich später beruflich sehr gerne etwas mit Musik machen würde, war mein Interesse groß, wie es denn „hinter den Kulissen“, also abgesehen von den mir bekannten Unterrichtsstunden, in einer solchen Schule abläuft. Zu Beginn des Praktikums wurde ich meinen KollegInnen vorgestellt, die mir sofort sehr sympathisch waren. Dann begann meine Arbeit auch schon: die Musiklehrer hatten kurz zuvor ihr Lehrerzimmer renoviert und so bestand unsere erste Aufgabe darin, die Einrichtung wieder aufzubauen, einzuräumen und die Fächer und Regale für die entsprechenden Personen und Bereiche neu zu beschriften. In den folgenden Tagen lernte ich die vielfältigen Arbeiten der Sekretärinnen kennen: Zum Einen erledigte ich die „trockenen“ Bürojobs, wie beispielsweise Rundbriefe vorbereiten, kopieren, falten und in Briefumschläge stecken. Zum Anderen durfte ich aber auch Anrufe entgegennehmen, Botengänge übernehmen, z. B. Informationsmaterial in Tölz verteilen, Karten für das bevorstehende Konzert verkaufen, wo auch Beratung bezüglich Platzwahl gefragt war. Die Hauptaufgabe im Büro bestand jedoch zu diesem Zeitpunkt darin, die Anmeldungen der gesamten letzten Jahre alphabetisch zu ordnen und in die dazugehörigen Ordner einzusortieren und zu archivieren. Eine sehr zeitaufwändige und mühsame Arbeit! Deshalb waren meine Arbeitskollegin und ich, obwohl wir viel Spaß hatten, beide sehr froh, als wir am letzten Freitag auch diese Aufgabe hinter uns gebracht hatten! Insgesamt kann ich sagen, dass ich sehr viel über die Arbeit einer Sekretärin erfahren habe. Für mich als Musiker war aber der zweite Aspekt des Praktikums noch interessanter: das Berufsfeld des Musiklehrers, der ja den Kernbereich einer Musikschule darstellt. So arbeitete ich nicht nur im Büro, sondern durfte auch in verschiedenen Unterrichtsstunden (wie z.B. bei Klavier, Gesang, Gitarre, etc.) hospitieren, d.h. zuhören und helfen. Dies stellte für mich ein besonderes Highlight dar, da ich es sehr interessant fand, mich einmal genau auf die Lehrer zu konzentrieren. Dabei fand ich es besonders spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Lehrer unterrichten. Eine tolle Erfahrung, weil ich dadurch selbst einiges dazulernen konnte, wie man junge Leute zum Musizieren, egal ob allein oder in der Gruppe, motivieren und begeistern kann. Insgesamt hat mir mein Praktikum sehr viel Spaß gemacht, weil ich dadurch einerseits sehr viel über das Bürowesen und die Organisation einer solchen Einrichtung erfahren durfte, andererseits einen ganz neuen und differenzierteren Einblick in die Arbeit des Musiklehrers erhalten habe! Alle meine KollegInnen war sehr nett und haben mir sehr geholfen, mich zurecht zu finden. Vielen Dank an alle, die mir dieses Erlebnis ermöglicht haben! Außerdem möchte ich jeden dazu ermutigen, selbst ein Praktikum zu absolvieren, weil man dort wertvolle Erfahrungen für sein späteres Leben sammeln kann!  
 
Schülerin, 9. Jahrgangsstufe
 
 
Praktikum bei Roche Diagnostics
 
Da viele meiner Freunde und Bekannten bei Roche arbeiten, lag es nahe, mich dort für das freiwillige Betriebspraktikum zu bewerben. Außerdem hatte ich mich schon einmal bei einem Tag der offenen Tür, der sehr interessant war, in dem Unternehmen umgesehen. Da die Praktikumsplätze begrenzt und schnell vergeben waren, musste ich sofort handeln. Nachdem ich zuerst telefonisch mit dem zuständigen Mitarbeiter Kontakt aufgenommen und dann meine Bewerbung abgeschickt hatte, bekam ich nach ein paar Wochen die lang ersehnte Zusage zum Praktikum als Chemielaborant. Mit mir waren noch viele andere Praktikanten aus den umliegenden Schulen da. Am ersten Tag bekamen wir zuerst eine Einführung von einigen Azubis, die bis zum Mittag dauerte. Sie hatten eine PowerPoint-Präsentation vorbereitet, in der sie uns einen ausführlichen Einblick in das Pharmaunternehmen gaben. Die riesige Anlage die über 350.000m² groß ist, veranlasste uns ziemlich viel mit den firmeneigenen Fahrrädern zu fahren da die Strecken, um von einem Gebäude zum anderen zu kommen manchmal über 500m lang waren. Insgesamt arbeiten im Werk Penzberg ca. 4500 Menschen in den verschiedensten Abteilungen und Gebäuden, von denen wir auch einige besichtigten konnten. Es gibt dort ungefähr 80 verschiedene Gebäude in den Bereichen Pharmaforschung, Produktion, Management und Diagnostics. Am Nachmittag begann dann die Arbeit in der Fachabteilung für Pharmaforschung. Am ersten Tag wurde viel erklärt und ich konnte noch nicht viel mitarbeiten. Am 2. Tag bekamen wir einen weißen Arbeitskittel und sahen damit gleich professioneller aus, dann durfte ich auch bei vielen Forschungsuntersuchungen und Beobachtungen mithelfen, Tabellen auswerten und rechnen. Das Arbeitsklima war entspannt, da ich einen der Mitarbeiter kannte. Um 8.00 Uhr war Arbeitsbeginn und Schluss war um 15.00Uhr. Die Mittagspause und gleichzeitig das Highlight des Tages verbrachten wir meistens im Casino, der Kantine, in der es wahrscheinlich eines der besten Kantinenessen in Deutschland gibt. Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Tage bei Roche sehr gut gefallen haben und ich viele interessante Erfahrungen gemacht habe, es war wirklich gut, mal ein bisschen in die Arbeitswelt hinein zu schnuppern.  
 
Schüler, 9.Jahrgangsstufe
 
 
Praktikum beim ZDF in Unterföhring

Mein erster Tag begann um 9:30 Uhr. Nach kurzer Bekanntmachung mit den wichtigsten Leuten befand ich mich im 6. Stock und durfte beim Cutten von verschiedenen Sendungen, wie “Leute Heute” oder “Drehscheibe Deutschland”, zuschauen.
Zum Cutten gehört nicht nur das überflüssige Wegschneiden, sondern auch das Einfügen von Ton und Effekten, sodass während des Beitrags auf ein bestimmtes Plakat fokussiert wird. Nach dem Cutten sprach die Redakteurin den Text hierzu im Studio, damit der Beitrag pünktlich um 16 Uhr nach Mainz überspielt werden konnte. Dann durfte ich sogar selber an dem teuren Cut-Programm etwas  ausprobieren, verschiedene Effekte hinzufügen und meine eigene  Gestaltung des Beitrages machen.
In den ersten Tagen wurde mir die gesamte Technikabteilung erklärt, und ich war bei Schaltgesprächen mit verschiedenen Studios dabei.
Ebenso wurde mir das gesamte Gelände des ZDF gezeigt, und ich konnte sogar in die verschiedenen Studios Einblicke erhalten, in denen zum Beispiel “Aktenzeichen XY” ausgestrahlt , oder “Mona Lisa” aufgezeichnet wird.
Am Mittwoch durfte ich endlich mit zum Dreh für ein Interview im “Bayerischen Hof” mit Marcus Schenkenberg, dem Männertopmodel Nr. 1, der eine neue Fitness -DVD herausgebracht hat. Erstaunlich: Für den 3 Minuten-Beitrag hatten wir eineinhalb Stunden Drehzeit zur Verfügung. Doch Herr Schenkenberg war nicht der einzige Prominente, der dort anwesend war. In dem Cafébereich des Hotels erkannte ich an einem anderen Tisch Boris Becker, der dort in eine Unterhaltung vertieft war!
Außerdem fuhr ich am nächsten Tag mit zu einem Interview mit einer führenden Persönlichkeit der IHK (Industrie- und Handelskammer), die Aussagen zum Iran-Boykott und die Auswirkung auf die deutsche Wirtschaft machte.
Am letzten Tag wurde mir das so genannte “Bluebox - Studio” gezeigt. Dort kann über den PC nachträglich ein Hintergrundbild eingefügt werden, wie zum Beispiel die Frauenkirche in München, sodass der Eindruck entsteht, dass die Person, die interviewt wird, sich dort befindet, obwohl sie sich lediglich im Studio aufhält.
Dann war es leider Zeit für den Abschied, der mir sehr schwer fiel, da es eine sehr außergewöhnliche Woche war, in der ich einen großartigen Eindruck vom Beruf eines Bild- und Toncutters, Kameramannes, Kameraassistenten und Mediengestalters gewinnen konnte. Abschließend möchte ich betonen, dass das Praktikum eine sehr gute Erfahrung ist, und ich es nur weiterempfehlen kann.
 
Schüler, 9. Jahrgangsstufe
 
 
Praktikum beim Bayerischen Rundfunk München

Am Morgen stand ich um 5.30 Uhr auf, damit ich rechtzeitig zur Arbeit komme, denn nach München ist es eine Stunde Fahrt. So lief das die ganze Woche ab, manchmal musste ich auch noch früher aufstehen, da ich dann mit dem Zug fahren musste. In München-Freimann beim Bayerischen Rundfunk angekommen, musste ich zuerst meinen befristeten Passierschein vorzeigen, da ich sonst nicht auf das Betriebsgelände gelassen wurde. Als nächstes ging ich an den Empfang. Dort wurde mir die Personalsonderkarte ausgehändigt, damit ich mir nach Aufladen dieser Karte mit Geld jeden Tag ein Mittagessen in der Kantine holen konnte. Jetzt sollte ich mich bei Frau Hecht im Sekretariat des Chef-Kameramannes melden. Diese erläuterte mir meinen täglichen Arbeitsablauf.

Und zwar musste ich mich jeden Tag ab diesem Zeitpunkt, nachmittags ab 16 Uhr in der Disposition über meinen Einsatzort, Einsatzzeit und das Thema, sowie das Team, das die Aufnahmen machen sollte, informieren. An diesem Morgen wurde mir mitgeteilt, dass ich mit dem Team des Kameramannes Florian Sutor aktuell arbeiten sollte, d. h. dass man während seiner Arbeitszeit sich im Gebäude aufhielt und, wenn man durch eine Lautsprecherdurchsage ausgerufen wurde, zu einem Thema ausrücken musste, welches erst vor kurzem in der Disposition abgegeben worden war. Doch bevor unser Team gerufen werden konnte, mussten wir erst die Utensilien aus den verschiedenen Räumen holen, da das Team heute den ersten Arbeitstag nach dem Urlaub hatte. Zum Beispiel wurde das Kamerastativ aus dem Pool geholt. Der Pool ist ein großer Raum, in dem die ganzen Utensilien gelagert, zur Reparatur abgegeben und repariert wieder abgeholt werden.

Dann mussten wir das Auflagemaß der Kamera einstellen, d. h. wir mussten die zwei inneren Linsen so aufeinander einstellen, dass die Kamera ein scharfes Bild lieferte. Dann wurde das Tonaufnahmegerät an die Kamera angeschlossen und der Pegelton gemacht. Dieser dient dazu, dass man später den Pegel im Schnitt bestimmen kann. Danach wurden alle Sachen in das Auto geräumt und so verstaut, dass nichts kaputt gehen konnte. Nach einer zweistündigen Pause wurden wir ausgerufen und mussten in das Redaktionszimmer kommen. Herr Sutor meinte, wir sollten den Monitor, die Kamera, das Stativ und den Ton mitnehmen. Als wir dort ankamen, wurde uns das Thema von der Autorin vorgestellt: Es sollte ein Film zum Thema Facebook und Datenschutz werden, der am selben Abend noch in der Abendschau gezeigt werden sollte. Als erstes drehten wir einige Ausschnitte, wie ein Mädchen an einem Computer sitzt und in Facebook einige Sachen sucht. Nach einem Blick in den Monitor bemerkte ein Mitarbeiter des Teams, dass das Bild zu matt aussah, woraufhin ich sagte, dass ich die Lampe aus dem Auto hole. Nachdem wir die Lampe auf die Kamera aufgeschraubt hatten, sah das Bild wesentlich freundlicher aus. Nach diesem Dreh, bei dem ich lernte, wie man die Personen richtig ins Bild setzt und wie man den Pegel des Aufnahmegerätes regelt, fuhren wir mit der Ausrüstung in das Amt für Verbraucherschutz, wo wir ein Interview mit einer Rechtsanwältin über das Thema „Facebook und der Datenschutz“ machen sollten. Während dieses Drehs lernte ich, wie laut ein minimales Geräusch während eines Gesprächs sein kann. Nachdem wir wieder in Freimann angekommen waren, mussten wir noch bis 17 Uhr warten, da dann unsere Schicht endete. Dann mussten wir noch die Akkus aufladen, damit sie für den nächsten Tag wieder einsatzbereit waren.
Als ich am nächsten Morgen in der Arbeit ankam, wurde ich dem Kameramann Zvonimir Novakovic zugeteilt. Mit ihm und seinem Team sollten wir Bilder zum Thema „250 Hasen im Münchner Tierheim“ drehen. Während dieses Drehs lernte ich, welche Anschlüsse eine Kamera hat, wie man Personen mit Scheinwerfern richtig in Szene setzt und wie man einen solchen Tageslicht-Scheinwerfer richtig aufbaut und montiert. Wir kamen um 15 Uhr vom Dreh zurück und verstauten die Kamera und das Tongerät wieder im Spezialschrank. Dann durfte ich mit dem Autor dieser Geschichte zum „Einspielen“. Dabei wird die Kassette über eine sog. Matz in den Rechner eingespielt und man schaut sich dabei an, was nützlich sein könnte, kann dann zum Schnitt gehen und sich die Vertonung anschauen. Am Donnerstag sollte ich wieder mit dem Team Sutor arbeiten. Wir fuhren nach Augsburg, wo wir einen Film über die Feinstaubbelastung der Stadt drehen sollten. Als erstes fuhren wir zum Rathaus der Stadt, um uns dort mit …. zu treffen und mit ihm ein Interview in der Stadt zu drehen. Währenddessen lernte ich, dass man laute Geräusche auch zu seinem Vorteil nutzen kann. Danach filmten wir noch eine Feinstaubmessanlage.

Dort lernte ich etwas über die verschiedenen Farbfilter in der Kamera. Am Freitag durfte ich mit dem Team von Christoph Castor mitgehen. Mit ihm und seiner Kameraassistentin sollten wir einen Film zum Thema „Wie bewerbe ich mich richtig“ drehen. Dazu trafen wir uns bei der Bewerberin, um dort die Szenen zu drehen, in denen sie sich auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet. Weil es in dem Zimmer zu dunkel war, mussten wir Tageslicht- und Kunstlichtlampen aufstellen. Dabei lernte ich, welche verschiedenen Lampen es gibt, wie man sie montiert und wie man sie zündet.

Danach gingen wir in die Münchner Universität, um dort einen Dialog zwischen einer Berufsberaterin und der Praktikantin zu drehen. Es wurde mir gezeigt, wie man bestimmte Personen in Szene setzt. Dann fuhr unser Team mit der Protagonistin und dem Auto wieder zurück nach Freimann. Dort wurden dann die Szenen gedreht, in der die Bewerberin von ihrem Beruf neben ihren Kollegen träumt.

Nachdem ich das Wochenende über frei hatte, sollte ich am nächsten Montag mit dem Team von Harry nach Kempten fahren, um dort Bilder über die Glockenversuche und Experimente aufzunehmen. Bei dem Dreh lernte ich, wie stark man in dem Job Kameramann beansprucht wird, weil man trotz körperlicher Höchstanstrengung noch gute Bilder liefern muss. Wir kamen an diesem Tag um 15 Uhr nach Freimann zurück und hatten dann Dienstschluss. Am nächsten Tag durfte ich zum dritten Mal in meiner Praktikumszeit mit dem Team Sutor mitfahren. Es ging an diesem Tag zu MTU. Dieses Unternehmen stellt in erster Linie Turbinen für Flugzeuge her. Doch wir sollten für die Sendung „Sehen statt hören“, einer Sendung für Gehörlose, eine Reportage über einen gehörlosen Mitarbeiter drehen. Nachdem wir uns an der Anmeldung unsere Besucherpässe geholt hatten, durften wir das Gelände betreten und fuhren mit dem Auto zu der Abteilung, in der die Werkzeuge hergestellt werden. Dort arbeitete der gehörlose Mitarbeiter. An diesem Tag lernte ich, dass es nicht einfach ist, einen Film mit bzw. über Gehörlose/n zu drehen, da man die Person anders ins Bild setzen muss und noch viele verschiedene Sachen zu beachten sind. Am Nachmittag drehten wir die Anfahrt, wie der Gehörlose auf seinem Motorrad zur Arbeit fährt und dort ankommt.

Wir kamen um 17 Uhr wieder in Freimann an. Am darauffolgenden Tag durfte ich mit einem Kameramann und seinem Assistenten zu einem Bäcker fahren. Dort drehten wir Szenen für die Sendung „Freizeit“. Es sollte dargestellt werden, dass eine Hausfrau auch zu Hause Brot backen kann und wie das funktioniert. Während des Drehs durfte ich zum ersten Mal den Pegelton mit dem Tongerät bestimmen. Das war für mich eine neue Erfahrung, da ich nun wusste, wie stark sich eine Stimme während des Gesprächs verändern kann und wie stark sich Hintergrundgeräusche in die Aufnahme einmischen, wenn man nicht darauf achtet. Wir kamen um 16 Uhr wieder zurück und hatten Feierabend.

Am Donnerstag fuhr ich mit dem Team Angerer zu einem bayerischen Lokal nach Attenkirchen. Dort machten wir Filmaufnahmen mit einem Koch, der ein Bärlauchrisotto frisch zubereitete. Während des Drehs lernte ich, wie man Gerichte schmackhaft und verführerisch im Fernsehen darstellt. An diesem Tag hatte ich um 14.30 Uhr Schluss. Den letzten Tag verbrachte ich im Bereich Schnitt. Ich durfte mit Felix Heidinger und Dirk Köhler die Kassetten der Reihe „Expedition 50. Breitengrad“ sichten. Während des Sichtens loggt man bestimmte Teile über die Matz in den Servercomputer ein. Dieser kann später die geloggten Teile auf der Kassette finden und dann auf den Computer überspielen. Wenn man mit einem Teleobjektiv filmt, ist es ganz wichtig, dass man die Finger nicht am Objektiv bzw. an der Hinterkamerasteuerung lässt, das habe ich bei dieser Gelegenheit ebenfalls gelernt.

Zum Schluss muss ich sagen, dass dieses Praktikum für mich ein großer Erfolg war und dass ich jetzt weiß, dass ich nach der Schule zum Fernsehen will, denn dort kenne ich mich ja jetzt schon ein bisschen aus.   
 
Schüler, 9. Jahrgangsstufe
 
Schuljahr 2008/09
 
 Betriebspraktikum im Unternehmen CCL Label GmbH

Anfang des Jahres erhielt ich die Zusage für einen Praktikumsplatz in dem Unternehmen CCL Label Gmbh. Die Firma mit dem Hauptsitz in Kanada designed und produziert Etiketten für verschiedene Hersteller wie zum Beispiel Nivea, Ferrero und einige Biermarken.
Also machte ich mich, ein wenig nervös, am Montag morgen auf den Weg nach Holzkirchen. Doch alle Aufregung war völlig unbegründet, da ich bei meiner Ankunft sehr herzlich empfangen wurde. Nachdem diese Firma oft und gerne Praktikanten und Auszubildende aufnimmt, waren alle Mitarbeiter sehr engagiert und darauf vorbereitet, mir einen groben Einblick in ihre Aufgabenbereiche zu geben. Gleich zu Beginn bekam ich einen Wochenplan. Dieser enthielt alle Abteilungen der Firma, die ich in der kommenden Woche durchlaufen würde.
Die Woche begann mit meinem Einsatz in der Abteilung für Controlling, in der sämtliche Einnahmen und Ausgaben der Firma kontrolliert werden. Kreativer wurde es dann im Marketingbereich, in dem ich gemeinsam mit zwei Auszubildenden eine Präsentation von neuen Etiketten verschiedener Kunden ausarbeiten durfte. Im Laufe der Woche durchlief ich folgende Abteilungen:
Personalbüro, Finanzbuchhaltung, Customer Service, Planung, Einkauf, EDV .
In allen Bereichen wurde mir ganz besonders bewusst, dass das Beherrschen der englischen Sprache Grundvoraussetzung ist. Besonders gut gefiel mir auch mein letzter Arbeitstag, an dem ich mit einem schicken Haarnetz auf dem Kopf, das ich aus hygienischen Gründen tragen musste, von einem weiteren Auszubildenden durch die große Produktionshalle geführt wurde. Anschließend wurde ich noch in die Welt des Qualitätsmanagements eingeführt. Dort geht es darum, die produzierte Ware auf beste Qualität zu überprüfen, sodass der Kunde mit dem Ergebnis zufrieden ist.
Dieser Job ist mit großer Verantwortung verbunden, da bei der kleinsten Abweichung die Produktion gestoppt werden muss und ein großer finanzieller Schaden entsteht.

Mit meinen persönlichen Erfahrungen kann ich ein Betriebspraktikum nur jedem weiterempfehlen, da man einen guten Einblick in die Berufswelt bekommt.

Schülerin, 9. Jahrgangsstufe
 

 
„die film gmbh“, Film und Fernsehproduktion

„Ton läuft…und Bitte!“. Die Schauspieler legen los und schon ist es wieder vorbei. „Danke! Sehr gut, wir machen jetzt die Szene vor Elviras Laden.“ Jeder am Set weiß, was zu tun ist: Schienen für die Kamera werden aufgebaut, das Licht wird um- und aufgebaut, die Schauspieler ziehen sich zurück, weil sie wissen, dass es wohl noch dauern wird, bis sie zuerst proben und dann drehen können.
Das sind ein paar Eindrücke, die ich an meinem letzten Praktikumstag sammeln konnte, denn als Highlight durfte ich den Tag am Set des aktuellen Projekts „Zimmer mit Tante“ verbringen.
Mich hat es wahnsinnig interessiert, wie es von der Idee zu einem Film zu einem abgedrehten Film im Fernsehen oder im Kino kommt. Deshalb wollte ich mein Praktikum auf jeden Fall in der Filmbranche absolvieren und ich wurde bei einer Film- und Fernsehproduktion in Schwabing genommen.
Im Vorfeld habe ich schon mit einer Mitarbeiterin telefoniert, dennoch war ich am ersten Tag höllisch aufgeregt, als ich im Büro ankam. Nach einer sehr netten Begrüßung wurde ich vorgestellt und herumgeführt. Meine Aufregung war wie weggeblasen, als ich merkte, wie nett alle waren und ich fühlte mich sofort richtig wohl.
In den ersten Tagen habe ich viel über das Filmgeschäft gelernt, zum Beispiel was und wer alles nötig ist, damit ein vollständiger Film im Kino oder Fernsehen laufen kann. Neben den Darstellern und dem Regisseur braucht man jemanden, der die Kalkulationen über die Filmkosten macht, oder der sich nach geeigneten Drehorten umschaut und vieles, vieles mehr.
Ich durfte viele Dinge selbstständig machen, wie z.B. Angebote für sog. „Teamgeschenke“ einholen, Exposés (Ideen zum Film) und Drehbücher lesen und dazu zum Teil meine Meinung abgeben, bzw. Verbesserungsvorschläge äußern, etc.
Am Abend vor dem Drehstart zur Komödie „Zimmer mit Tante“ war im Produktionsbüro eine „warm-up“ Party, zu der ich auch mit durfte. Eingeladen war das ganze Team, von der Maske über Tonassistent zu Regiepraktikantin sowie die Darstellerin der Hauptrolle Jutta Speidl. Der Produzent, mein „Chef“, Uli Aselmann und der Regisseur Thomas Kronthaler hielten jeweils eine Rede, man tauschte sich über vergangene Projekte aus, aber die „Party“ ging nicht allzu lang, da ja alle am nächsten Tag um teilweise 6.00 Uhr morgens am Set sein mussten.
Obwohl ich täglich 8 Stunden gearbeitet habe, verging die Zeit wie im Fluge. Ich habe die zwei Wochen sehr genossen und kann jedem empfehlen, sich selbst ein Bild von der „harten Arbeitswelt“ zu machen.

Schülerin, 9. Jahrgangsstufe


 
Praktikum in einem Architekturbüro

Mit der Zusage für ein einwöchiges Praktikum öffnete sich für mich die Tür zum Architekturbüro Zach in Penzberg. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, vier Tage die Ablage zu sortieren, Kaffee zu kochen und mich zu langweilen. Dem war aber nicht so, natürlich musste ich auch die Ablage sortieren, aber ich war auch oft mit auf der Baustelle. Wie ich herausgefunden habe, muss ein Architekt außer Gebäude zu entwerfen auch die Fertigstellung derer überprüfen. Dazu ist es nötig, sämtliche Dachdecker, Zimmerer, etc. auf der Baustelle zu besuchen und zu fragen, welche Probleme es gibt, aber auch zu kritisieren und/-oder zu loben.
Architekten müssen unglaublich viel wissen. Denn falls ein Fliesenleger ihn um Rat fragt, ist es erforderlich, einen groben Überblick über die Tätigkeiten eines Fliesenlegers zu haben.
Das Architekturbüro Zach hat zurzeit drei große und mehrere kleine Projekte am Laufen. Ein großes Projekt ist die Umgestaltung und Erweiterung der Realschule in Penzberg, ein weiteres Projekt ist der Umbau der Hauptschule in Penzberg. Das dritte Projekt ist der Neubau der Stadtwerke.
Abschließend kann man sagen, dass ich durch das Praktikum sehr viel über die Arbeit eines Architekten gelernt habe. Durch diesen kurzen Einblick in die Berufswelt hat sich mein Berufswunsch jedoch nicht geändert. Ich hoffe, jeder 9-Klässler nutzt die Chance, die ihm geboten wird und absolviert ein Praktikum.

Schülerin, 9. Jahrgangsstufe


 
Praktikum an der Grundschule in Dietramszell

Dank der Möglichkeit, von unserer Schule ein freiwilliges Betriebspraktikum zu absolvieren, konnte ich viele Erfahrungen in Bezug auf den Beruf Grundschullehrerin sammeln. Mein Praktikum verbrachte ich an der Grundschule in Dietramszell. Dort durfte ich sowohl mehrere Unterrichtsstunden anschauen, als auch selbst zwei Unterrichtsstunden halten. Mein fünfstündiger Arbeitstag umfasste Büchereiaufenthalte,  Förderunterricht, Musik-; Sport-, Deutsch- und Mathestunden sowie Englischschnupperkurse. Insgesamt haben mich die Aufgaben einer Grundschullehrerin sehr interessiert und fasziniert und ich könnte mir vorstellen, später in diesem Bereich zu arbeiten.

Schülerin, 9. Jahrgangsstufe


 
 
 
Schuljahr 2007/08
 
 Edition M, München

Durch eine Kette günstiger Verbindungen, hatte ich die Chance, bei der Firma Edition M für Postproduktion, mein Praktikum zu absolvieren. Meine Zeit dort hat mir sehr viel Freude bereitet, obwohl ich doch nach einem Arbeitstag, (von 10-17 Uhr) und 3 Stunden täglich mit Bob und U-Bahn von Bad Tölz nach München und zurück, sehr geschafft und müde wahr. Während meines Aufenthalts habe ich viel gelernt, wie man z.B. professionell Filme und Werbungen mit Musik unterlegt und zusammenschneidet. Auch habe ich gelernt, die Redakteure wie Könige zu behandeln, da sie ja alle irgendwann „potenzielle Kunden“ für einen Cutter sein könnten. Bei einer Folge von „Schlüsselreiz“ (welche wieder ab 26.4.08 jeden Samstag auf ProSieben  ausgestrahlt werden), durfte ich die ganze zweite Woche meines Praktikums beim Schnitt mit Redakteur und Cutter dabei sein. Dieses Erlebnis war für mich eine überaus positive Erfahrung. Mich hat sehr überrascht, dass von dem Anfangsmaterial aus 14 Videokassetten zu jeweils 40 Minuten am Schluss eine Folge zu nur je 45 Minuten entstand. Ein weiteres besonderes Erlebnis für mich war, dass sich in dem gleichen Gebäude von Edition M auch die Dubbing Brothers Germany GmbH, für Synchronsprechen, befindet und dort der neue „Futurama “ Film synchronisiert wurde. Als ich bei dem Synchronisieren dabei sein durfte, sind mir fast alle Stimmen der Schauspieler bekannt vorgekommen und, was mich auch sehr gewundert hat, sahen viele von diesen gar nicht so aus, wie man sich diese von der Stimme her vorgestellt hätte. Außerdem habe ich gemerkt, dass synchronisieren doch sehr schwer ist, und das man eine besondere Ausbildung benötigt. Dies waren meine beiden „Highlights“ bei meinem 10 tätigen  Praktikum. Durch diesen kurzen Einblick  hat sich jedoch mein Berufswunsch, der bis dato Cutter war, geändert, sodass ich jetzt entweder Regisseur/Redakteur werden will oder mich in Richtung Moderation orientieren möchte.

Schülerin, 9. Jahrgangsstufe
 
 
 
Praktikum im Jodquellenhof

Dass ich mein Praktikum als Hotelfachfrau machen wollte, stand für mich schon lange fest. Und in diesen 9 Arbeitstagen habe ich auch wirklich jeden entscheidenden Bereich eines Hotels kennengelernt. Schon kurz nach meinem Vorstellungsgespräch bekam ich einen genauen Dienstplan, auf dem stand wann ich wo eingeteilt war und was ich anziehen sollte, im Service zum Beispiel eine schwarze Hose und eine weiße Bluse. Als erstes kam ich zum „Housekeeping“.  Nachdem mir eine der dort angestellten Zimmerfrauen gezeigt hatte, was ich tun musste, konnte ich auch bald selbst in den Zimmern und Konferenzräumen Hand anlegen. Mir wurde erklärt worauf man genau achten muss beim Betten machen und wie man Zimmer und Ferienwohnungen  „checkt“, also kontrolliert, ob Licht, Wasser, Toilettenspülung funktionieren und ob ordentlich sauber gemacht wurde. Es war wirklich interessant zu sehen, worauf man bei einer scheinbar so einfachen Aufgabe alles achten muss.
Der nächste Bereich war die Küche. Dort wurden Salate zubereitet, umgefüllt und garniert, außerdem habe ich eine Bayerisch Creme und einen Kaiserschmarrn hergestellt.
Der Teil, der mir am besten gefallen hat, war der Service, wo ich gleich drei Tage lang tätig war. Ich habe Getränke serviert, Servietten gefaltet, die Getränke in den Zimmern nachgefüllt, die Tische eingedeckt und das Frühstücksbuffet aufgebaut. An der Rezeption wurde mir gezeigt, wie man Gäste ein- und auscheckt, ich habe Gäste aufs Zimmer begleitet und ihnen Informationen über die Umgebung des Hotels gegeben.
Im Allgemeinen hat mir das Praktikum viel Spaß gemacht und hat mir einen sehr aufschlussreichen Einblick ins Arbeitsleben gegeben.

Schülerin, 9. Jahrgangsstufe



Praktikum in einer Rechtsanwaltskanzlei für Unternehmensrecht

Wie alles begann…
So kurz nach Weihnachten bekam ich die Zusage, dass mein Praktikumsplatz sicher war!
Es stand fest, dass ich nach Ostern für zwei Wochen nach Heilbronn in Baden-Württemberg ziehe und in einer Rechtsanwaltskanzlei, spezialisiert auf Unternehmensrecht, mein Praktikum mache.
 
Die Vorbereitungen…
Da die Praktikumszeit für mich irgendwie auch Urlaub bedeutete, weil ich für die 14 Tage nicht zuhause wohnte, stand am Ostersonntag Kofferpacken auf dem Programm. Schon jetzt kam das erste Problem: Was zieht man zu einem Rechtsanwaltspraktikum an? Von Freunden, die z. B. im Hotel oder beim Arzt ihr Praktikum machten, wusste ich von diversen Kleidungsvorschriften, doch ich hatte keinerlei Vorgaben! So verließ ich mich auf mein Bauchgefühl und entschied mich für einen gehobenen Kleidungsstil, der aber auf keinen Fall übertrieben wirken sollte!
Alles eingepackt? Und schon ging`s los!

Der erste Tag…
Gut ausgeschlafen machte ich mich am Dienstagmorgen auf den Weg Richtung Kanzlei.
Ein bisschen nervös war ich dann doch! Ich wusste nämlich eigentlich gar nicht, was mich erwarten wird. Doch alle Aufregung war total umsonst:
Ich wurde herzlich begrüßt, danach wurde mir zuerst die Kanzlei, dann meine neuen Kollegen und zuletzt mein Arbeitsplatz vorgestellt: Ein eigenes Zimmer mit Schreibtisch und PC!
Nachdem mir mein Chef, Hr. Nietzer einen kurzen Überblick, was die nächsten zwei Wochen anstehen werde, gegeben hatte und ich höchste Verschwiegenheit über alle Mandanten usw.  versprochen hatte, durfte ich zuerst einige Akten zum Thema Urheberschutz durchforsten, um einen ersten Einblick zu erhalten.
 
Alles lief wirklich ganz relaxed ab, gar nicht so, wie man sich das bei Rechtsanwälten vorstellt! Ich konnte eigentlich sogar selbst entscheiden, wann ich kommen und gehen oder wie lange ich zum Beispiel Mittagspause machen wollte. (Eigentlich war ich dann aber doch immer zu den „offiziellen“ Zeiten in der Kanzlei, nämlich von 9.00-12.30 und von 14.00- ca. 17.00. Außer es stand etwas Besonderes auf dem Programm, dann bin ich manchmal auch bis ungefähr 19.00 geblieben oder habe erst später/kürzer Mittagspause gemacht.) Auch mit meinem Kleidungsstil lag ich vollkommen richtig!
Nachdem ich mich mittags direkt in der Innenstadt gestärkt hatte, erwartete mich in der Kanzlei mein erstes High light: Ich sollte bei einer Besprechung mit einem Mandanten dabei sein! (Man machte mir außerdem gleich klar, dass ich hier nicht die „Zuhörerin“ bin, sondern dass ich Fragen stellen und mich zur Thematik äußern sollte.) Eine tolle Erfahrung!

Die weitere Woche…
Auch an den nächsten Tagen bekam ich viele Akten zu lesen. Fälle aus den verschiedensten Richtungen und meist richtig aktuell! Spannende Strafverfahren, interessante Urheberrechtsstreite (z.B. illegaler Download von Musik), komplizierte Verträge und vieles mehr zeigten mir, was den Job eines Wirtschaftsanwaltes ausmacht. Jeden Tag war ich bei einer Mandatsbesprechung dabei und erfuhr so, was man z.B. beim Schließen von Verträgen oder beim Gründen einer Firma aus juristischer Sicht alles beachten sollte.
Am Mittwoch nahm mich zudem ein Kollege mit zur Fachhochschule, wo er vor Informatikstudenten eine Vorlesung über Recht im alltäglichen Leben hielt. (Eine perfekte Wiederholung zu genau dem Stoff, den wir bisher dieses Jahr in Wirtschaft & Recht behandelt hatten!)

Die zweite Woche…
Meine freundlichen Kollegen kamen ständig an meinen Schreibtisch, erklärten mir Dinge, die man als Anwalt unbedingt wissen sollte, beantworteten meine Fragen zu bestimmten Sachverhalten oder richterlichen Entscheidungen oder versorgten mich mit weiteren Materialien und sorgten somit auch in der zweiten Woche dafür, dass mir nie langweilig wurde.
Am Mittwoch besuchte ich außerdem ein Strafverfahren am Landgericht Heilbronn. Es handelte sich um den Prozessauftakt eines Verfahrens gegen 3 Angeklagte wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz BtMG (also Drogenhandel)! Sonst sieht man solche Prozesse nur im Fernsehen und jetzt ist man hautnah dabei, wie die Staatsanwaltschaft die Anklage  verliest,  Zeugen verhört werden,  Angeklagte ein Geständnis ablegen oder der Sachverständige sein Gutachten vorträgt. Leider konnte ich das Urteil nicht mehr hören, weil diese erst in der nächsten Woche erwartet wurde.
Außerdem war ich wie in der ersten Woche bei der Vorlesung an der Fachhochschule dabei und hätte am Freitag an einem zivilrechtlichen Verfahren zum Thema Autounterschlagung in Bamberg teilnehmen dürfen, wo einer meiner Kollegen die Klägerin vertreten sollte. Dort hätte ich nochmals einen weiteren Bereich der Arbeit eines Wirtschaftsanwaltes kennenlernen können. Doch leider wurde der Prozess nach 15 Minuten unterbrochen, nachdem ein wichtiger Zeuge nicht erschienen ist! So konnte ich jedoch die Erkenntnis aus der Sache ziehen, dass es auch zum Job eines Rechtsanwalts dazu gehört, dass nicht immer alles so läuft, wie man sich das erhofft!

Mein Fazit…
Mein Praktikum hat sich wahrscheinlich in vieler Hinsicht von dem meiner Schulkameraden unterschieden, weil ich eigentlich ja gar nicht richtig gearbeitet habe! Ich bin meinem Chef Hr. Nietzer  und auch meinen anderen Kollegen, die alle sehr bemüht waren, mir so viel wie möglich für die Zukunft mitzugeben, jedoch sehr dankbar darüber, dass sie mich nicht zwei Wochen lang den laufenden Kopierer oder Kaffeelieferanten haben spielen lassen!
Denn ich denke, dass ich so wesentlich mehr Aufgabenbereiche der Kanzlei kennen lernen durfte.
So habe ich in den 9 Tagen einen tollen Einblick in den Arbeitsalltag eines Rechtsanwalts, spezialisiert auf Unternehmensrecht, bekommen und auch manche Erfahrungen in anderen juristischen Bereichen gesammelt, was mir für die Zukunft sicher viel mehr bringen wird, als einen Kopierer bedienen zu können!
Auch wenn ich mir vieles anders vorgestellt hätte (z. B., dass nicht so viel Arbeit und Papier dahinter steckt, bis es überhaupt einmal zu einem gerichtlichen Verfahren kommt),  wäre es für mich durchaus eine Option, später Rechtswissenschaften zu studieren!
Außerdem empfehle ich wirklich jedem, der die Chance bekommt, ein Praktikum zu machen, diese zu nutzen, denn eine Erfahrung ist es auf alle Fälle wert!

Schülerin, 9. Jahrgangsstufe


 
Praktikum bei Axel Schröder & Partner, Unternehmensberatung in Holzkirchen

Ich habe in der letzten Osterferienwoche und in der darauf folgenden ersten Schulwoche ein zweiwöchiges Betriebspraktikum bei einer Unternehmensberatung absolviert. Zu Beginn fiel es mir schon sehr schwer, eine Ferienwoche für das Praktikum zu opfern. Ich habe meine Entscheidung dann aber keine Sekunde lang bereut.

Am ersten Morgen bin ich sehr nervös gewesen – vollkommen zu Unrecht!
Al s erstes wurde mir der Betrieb gezeigt und ich wurde den etwa 20 Mitarbeitern vorgestellt. Danach haben sich gleich zwei Mitarbeiter um mich gekümmert und mir fast 3 Stunden lang erklärt wie eine Unternehmensberatung funktioniert.

Auch in den nächsten Tagen war ich überrascht, wie wenig „Praktikantenarbeiten“ ich machen musste. Stattdessen durfte ich Überweisungen ausstellen, und zwar bis über 4.000 €. Ich habe mich um organisatorische Angelegenheiten gekümmert, zum Beispiel  die Bestellung von Bahncards für unsere Mitarbeiter. Mir wurde erklärt, wie das hauseigene Magazin zu Stande kommt, wie eine Buchhaltung funktioniert, was Eventmanagement überhaupt ist und was eine Sekretärin alles zu tun hat. Ich habe geholfen, eine Veranstaltung im Nobelhotel “Sofitel Munich Bayerpost“ zu organisieren. Und außerdem habe ich für einen Kollegen eine Power Point Präsentation erstellt.

Abschließend kann ich ein Betriebspraktikum nur jedem weiterempfehlen, da man einen sehr guten Einblick in die spätere Berufswelt bekommt. Vor allem für Gymnasiasten, die hauptsächlich sehr theoretischen Unterricht haben, ist ein Praktikum im Hinblick auf die spätere Berufswahl auf jeden Fall eine sehr positive Angelegenheit.

Schüler, 9. Jahrgangsstufe





 
Freiwilligen Betriebspraktikums bei der Polizeiinspektion Bad Tölz

Als ich um kurz nach halb acht an der Dienststelle angekommen bin, wurde ich von Herrn Oswald, dem Polizeiinspektionsleiter, freundlich empfangen. Er fragte mich zuerst, warum ich mich für die Polizei entschieden habe. Anschließend gab er mir eine kurze Einführung, was ich tun sollte. Er gab mir einen Ablaufplan für meine Schnupperlehre, sagte mir aber, dass ich mich nicht die ganze Zeit genau an den Plan halten muss. Ich fing also nach Anweisung bei Herrn Grünwald, dem Dienstgruppenleiter, an. Er erklärte mir seinen Arbeitsplatz; vom Dienstplan über Notruf und Alarmanlagen bis hin zum Funk. Als nächstes ging ich zur Dienstgruppe Streife, bei der Herr Adlwarth und Herr Sappl arbeiten. Wir fuhren mit dem Polizeibus als erstes nach Bad Tölz, da dort noch Erledigungen zu machen waren. Nachdem alle Aufgaben gemacht wurden, fuhren wir Streife durch Tölz bis nach Lenggries. Um halb zehn war es in Deutschland Zeit für eine kleine Pause. Herr Sappl sagte mir, ich solle mir eines merken: "Ohne Mampf kein Kampf!" Ganz nach dem Motto fuhren wir in eine Metzgerei und kauften uns etwas deftiges zur Stärkung. Auf meinen Wunsch hin fuhren wir dann nach Bad Tölz und machten eine Standkontrolle. Es ist schon erstaunlich, wie viele Leute keinen Sicherheitsgurt anlegen. Wir holten einige Personen an den Straßenrand und verwarnten sie mit einem Bußgeld.
Nachdem wir wieder in Tölz angekommen sind, wurde ich der zivilen Ermittlungsgruppe zugeteilt. Ich bekam eine genaue Einführung in den Fahndungscomputer. Man kann alle Personen überprüfen, ob sie schon einmal straftätig geworden sind. Nach der Mittagspause ging ich zum Sachbearbeiter Verkehr (SbV), Herrn Reithinger. Er wies mich gleich darauf hin, dass dies die langweiligste Zeit sein wird. Er ist für den Verkehr zuständig, d.h. er macht Statistiken, an welchen Stellen Unfälle passieren, und sucht eine Lösung, weitere Unfälle möglichst zu verhindern, indem er entweder Geschwindigkeitsbegrenzungen aufstellt, oder des öfteren blitzt, um die Leute dazu zu bewegen, langsamer zu fahren und Unfälle zu vermeiden. Am folgenden Tag sollte ich zuerst ins Geschäftszimmer (GeZi), um zu lernen was dort gemacht wird. Das GeZi ist die Verwaltung. Dort sind alle Akten und jeder Unfallbericht u.ä. werden dort noch einmal überprüft.
Dann sollte ich mein Wissen vom vorherigen Tag beweisen und einen Unfallbericht schreiben. Das klappte ganz gut. Anschließend bin ich wieder Streife gefahren und dann war ich wieder dem Dienstgruppenleiter zugeteilt.
Am Donnerstag hatte ich einen aufregenden Einsatz. Jemand ist ausgerastet und musste festgenommen werden. Wir sind zu seinem Haus gefahren, nahmen ihn fest und fuhren ihn dann mit einem Rettungswagen und in Begleitung eines Polizisten nach Agatharied in die geschlossene Anstalt.
Am Freitag bin ich gleich nach der Ankunft bei der Polizei mit der Spurensicherung zu einem Einbruch gefahren. Es war sehr interessant zu lernen, wie ein Tatort überprüft wird und welche Mittel die Polizei hat, den Täter zu überführen. Es wird auf jedes kleinste Detail geachtet und macht es dem Täter sehr schwer, unentdeckt zu bleiben. Nachdem wir alle Spuren gesichert hatten, sind wir wieder zurückgefahren. Es folgte wieder eine Mitfahrt bei der Streife und anschließend das Abschlussgespräch mit dem PI-Leiter. Ich sagte ihm, dass es interessant war und es mir sehr gut gefallen hat und es vor allem sehr informativ war. Es verstärkte meinen Wunsch, zur Polizei zu gehen.
Jedem, der den Polizeiberuf interessant findet, kann ich nur empfehlen, dass er oder sie ein Praktikum macht und ich würde es auf jeden Fall noch einmal machen!
 
Schüler, 9. Jahrgangsstufe


 
 
Schuljahr 2006/07
 
Hotel Fürstenhof, Leipzig

Am ersten Tag wurde ich gleich mit der vorschriftsmäßigen Kleidung eingedeckt.
Bluse, Schürze, Weste, Krawatte und dazu die eigene schwarze Hose, die nicht gestreift sein darf und keine Taschen haben soll, und schwarze Schuhe mit leichten Absätzen.
Nicht nur die Kleidung gehört zur Etikette, sondern auch freundliches Erscheinen, Höflichkeit und Eigeninitiative.

Das Hotel Fürstenhof ist das erste Haus am Platz in Leipzig. Ein kleines, feines Hotel mit  internationaler Küche, Office, unzähligen Gängen, Treppen und Türen zu den Zimmern und Suiten. Es ist berühmt für seinen Serpentinsaal aus schwarzem Marmor mit sehr altem Parkett und dafür, dass dort gerne Promis absteigen, Politiker und Künstler wie Herbert Grönemeyer, Pink, Kai Wiesinger, Heiner Lauterbach und Oliver Pocher, den ich persönlich gesehen habe.
Für die zehn Tage wurde ich auf eigene Entscheidung in den Frühstücksservice eingeteilt.
Morgens um acht Uhr da sein, fertig angekleidet und schon ging's los.

An diesem ersten Tag war nur eine Fachbetreuerin und ein Lehrling eingeteilt, und ich. Bei achtzig Leuten im Frühstückssaal kam dann schon mal Stress auf, denn ich war von Anfang an verblüfft, mit wie vielen Details man zum Beispiel einen Tisch eindeckt. Als Gast würde ich das nie merken, wie Zentimeter genau das Messer und die Gabel vom Teller entfernt liegen, oder dass die Gläser immer mit dem oberen rechten Rand eines Tellers abschließen und eine Linie mit dem anderen Glas des Gegenübers bilden.
Am Anfang durfte ich sehr viele Gläser, Tassen und Besteck polieren, bevor es einsortiert wird in die jeweiligen Schränke und Regale. Doch wohin mit den Sachen?

Natürlich versuchte ich gleich zu Beginn mir alle Fachausdrücke, Serviettentechniken, Tischnummern und Kürzel zu merken. Man hat ja als „Nichtgelernter" keine Ahnung von diesen Dingen, umso interessanter war es, alles darüber zu erfahren.
Auf jeden Fall war der erste Tag recht anstrengend, weil man als Schüler auch nicht gewohnt ist, sieben Stunden am Stück zu stehen und nur eine halbe Stunde Pause zu haben.
Nach der Arbeit spürte ich meine Füße nicht mehr und dieses Gefühl verließ mich auch nicht in den nächsten Tagen.

Dafür waren meine Aufgaben von Tag zu Tag abwechslungsreicher, auch wenn das Polieren und Einsortieren mir nicht erspart wurde. Es blieb bei der nun schon gewohnten Aufgabe, zwischen Küche und Office hin und her zu laufen und das Geschirrsortiment aufzufüllen.
Aber bald schon durfte ich mit dem Generalschlüssel des Hotels alleine die VIP- Treatments (Begrüßungsteller oder Schalen mit frischem Obst und manchmal sogar hausgemachten Pralinen) auf die Zimmer und Suiten transportieren.
Das war gar nicht so leicht, wie es aussieht. Es gibt nämlich vier verschiedene Treatments, die nochmals untergliedert sind für eine oder zwei Personen. Je nachdem kommt noch ein zusätzliches Glas mit Untersetzer dazu, worauf das Wappen des Hauses (eine fürstliche Kutsche) abgebildet ist, und eine größere Wasserflasche. Bei Treatment vier ist sogar eine Flasche Champagner vorgeschrieben mit zwei Gläsern. Die muss dann in einem Kühler, der bis zur Hälfte mit Eis gefüllt ist, serviert werden, wobei das Etikett der Flasche stets gut erkennbar zu sein hat, damit der Gast gleich sieht, von welcher Marke der Champagner ist.
Damit man weiß, welcher Gast, welches Treatment bekommt und welches Zimmer er gebucht hat, bekommen wir Frühstücksleute von der Rezeption eine Liste.
Aber mit zwei vollen Zimmerservice-Wagen die Etagen abzufahren, nichts zu vergessen oder gar runterfallen zu lassen, bedarf es jahrelanger Übung, aus meiner Sicht jedenfalls.

Bei 13 Reservierungen alle Stockwerke abzuklappern, jedes Zimmer natürlich am anderen Ende des Ganges, und nach Vorschrift Teller, Gläser, Flasche, Untersetzer, Serviette, Besteck, Flaschenöffner und Karte hinzustellen, muss wirklich geübt sein. Da kommt es auf Zentimeter an. Am nächsten Tag wird dann alles wieder eingesammelt, nur haben es die Zimmermädchen leichter, sie stellen das gebrauchte Geschirr und die Gläser in einem separaten Raum beim Fahrstuhl auf einem Regal ab. Nur die halbe Arbeit!
Wenn der Frühstückssaal um elf Uhr geschlossen wird, kommt das Küchenpersonal, räumt das reichhaltige Buffet ab und wir, das Frühstückspersonal, tragen das Geschirr weg, bringen das benutzte in die Küche. Sauber gebliebenes kommt in die dafür vorgesehenen Schränke im Restaurant. Wir legen andere Tischdecken auf, wobei man darauf achten muss, dass man dabei immer mit dem Rücken zur Tür steht und nachdem alle Tische gedeckt sind, beginnt die mühsame, weil sehr genaue Arbeit: das Eindecken

Anfangs brauchte ich recht lange, doch dann merkte ich, dass es zur Routine wurde und deshalb alles viel schneller und sogar präziser ablief.
Jeden Tag bin ich mit einem anderen Lehrling oder einer Fachbetreuerin gegen zwölf Uhr, manchmal auch früher, zum Mittagessen gegangen. Dazu musste man eine Etage nach unten, um in die Kantine zu kommen. Da gab es immer etwas anderes: Nudeln, Reis, Spargel, Kartoffeln, Hühnchen, Fisch oder Salat. Abwechslungsreich, aber nicht immer nach meinem Geschmack. Nach einer halben Stunde Mittagspause musste ich dann immer frische Servietten und Tischdecken in den verschiedenen Größen mitnehmen.
Oben wurden diese einsortiert in die richtigen Schränke und danach hieß es, Servietten falten und Stühle im Restaurant abputzen.

Gegen 16:30 Uhr war Dienstschluss. Bevor man nach unten ging zu den Umkleideräumen, musste man sich in eine Liste eintragen, auf der alle Angestellten vom Frühstücksservice aufgeführt sind. Die Wochentage sind einzutragen und um wie viel Uhr man den Arbeitsplatz verlassen hat.
Ebenfalls steht drauf, wann man frei hatte oder wer mit zum Dienst eingeteilt war.
Damit jeder Mitarbeiter wusste, was für Konferenzen, Meetings etc. im Hotel gebucht sind, gab es von der Rezeption Buchungsbestätigungen, auf dem die Anzahl der Personen eingetragen war, welcher Raum, was für eine Art Essen geplant ist (à la Carte oder Buffet, zum Beispiel), wie lange das Ganze dauert und was die Sache kostet.

An manchen Tagen waren mehr Fachbetreuerinnen und Lehrlinge anwesend, trotzdem wurde die Arbeit nicht weniger. Die erste Aufgabe morgens war zumeist Butter schneiden: salzige, nicht gesalzene und Kräuterbutter.
Jede mit verschiedenem Messer, das der salzigen war geritzt und die beiden anderen glatt, damit der Gast weiß, dass es nicht die gleiche Butter ist. Eine recht glitschige Angelegenheit, vor allem weil die Butter schnell schmilzt. Deshalb kam über die Schälchen Klarsichtfolie und alles wurde sofort in den Kühlschrank gestellt.
Gegen neun Uhr wurde der Frühstückssaal meistens voller, das hieß, noch schneller arbeiten als zuvor. Das war die Zeit, wo auch ich sogar bedienen durfte und Bestellungen aufnehmen konnte: Heißgetränke und Eierspeisen. Als nicht Gelernte kann es schon mal recht schwierig werden, wenn vier Gäste ihre Wünsche gleichzeitig äußern:
Ein vier-Minuten-Ei, nicht drei oder fünf, bei den Waffeln die Kirschen extra, nicht oben drauf, ein Omelett mit Schinken, Käse, Kräutern und Tomate, Spiegelei oben und unten angebraten.
Aber da der Fürstenhof ein 5+ Sterne-Hotel ist, gehört es selbstverständlich dazu, dass Gäste Extrawünsche äußern dürfen, die wir trotzdem gerne erledigten.
Bei jedem Betreten des Restaurants musste man kontrollieren, ob nichts fehlt auf dem Buffet, oder ein Tisch ab- und wieder eingedeckt werden muss.
Zur gleichen Zeit musste man immer in die Küche gehen und nachschauen, ob frisches Geschirr oder Tassen schon fertig von der Spülmaschine sind. Danach polieren und wieder einsortieren.

Jeder Tag war besonders. Manchmal mit Lob, aber manchmal auch mit Kritik gewürzt. Ich finde, dass ich durch das Schulpraktikum einen guten Einblick in die Arbeitswelt der Hotel- und Gastronomie-Welt bekommen habe und dazu die Erkenntnis, wie leicht doch unser Schülerdasein im Gegensatz dazu ist. Manchmal!

Die Hotellerie hat allerdings sehr viele Bereiche, nicht nur den Frühstücksservice oder die Küche. In den zehn Tagen konnte ich nur im Service einen Einblick bekommen, doch es gibt noch so viel mehr. Deshalb ist das Berufsbild ja so wahnsinnig interessant, weil es so vielseitig ist. Man kann so viel lernen und ausprobieren, ob es einem gefällt, was bei anderen Jobs einfach nicht möglich ist.
Rezeption, Zimmermädchen, Schneiderin, Buchhalterin, Assistentin des Direktors, Koch, Restaurantchef, Schneiderin, Pool- und Fitnessraum-Personal; unzählige Berufe, die der Gast gar nicht direkt mitbekommt, bis auf den Service.

Nur dort hat man den besten Kontakt zu den Personen, um deren Wohlbefinden es immer geht: den Gästen.
Denn im Hotel Fürstenhof gilt immer noch das uralte Sprichwort der gediegenen Hotellerie:

Der Gast ist König!

 

Giesecke & Devrient

Am ersten Tag meines Praktikums , der schon um sechs Uhr morgens mit dem Aufstehen begann, wurde ich zuerst über den Begriff der Qualitätssicherung  informiert. Dieser Begriff bedeutet sowohl die Prüfung der Qualität beim Lieferanten des Rohmaterials und der fertigen Karten, als auch im Druck des Betriebs selbst. Außerdem wurde ich über die verschiedenen Arten von Mikrochips informiert, von denen es zwei Hauptarten (kontaktlose Karten und Karten, die den Kontakt mit einer festen Einschubstelle benötigen) gibt, die je nach Verwendung in eine Karte implantiert werden. Ebenfalls am ersten Tag war ich bei einer WEP (=Wareneingangsprüfung) dabei. An diesem Tag kamen 106.000 GSM Karten an, bei denen bei der Anlieferung schon das erste Problem auftrat. Eine Palette war beim Transport umgekippt und einige Karten dadurch zerstört. Doch der Großteil der Karten war in Ordnung und bestand die WEP, bei der die Karten auf Größe (die nicht mehr als zwei Zehntel mm von der Norm abweichen durfte) und Gleichmäßigkeit der Farbe und der Stanzung des Plug- Inns geprüft werden. Am nächsten Tag hatte ich die erste anspruchsvolle Aufgabe: Mir war aufgetragen worden, Geldkarten für einen Kunden zusammenzustellen. Ich musste mit der Lupe und einem Zehntelmillimeter-Lineal aus 25 fünf gute Karten heraussuchen, bei denen die Maße der einzelnen Bestandteile am genauesten mit den Normmaßen übereinstimmten und bei denen der Namensschriftzug am schönsten eingelasert war. Am Donnerstag wurden sehr seltene Karten zur WEP angeliefert. Sie waren durchsichtig. Doch die Durchsichtigkeit dieser Karten hatte auch Nachteile. Sie sind sehr kratzempfindlich und wurden daher beim Transport schon sehr zerkratzt, so dass sie die optische Prüfung nicht bestanden. Deswegen musste für diese Karten eine Sonderfreigabe erwirkt werden, d.h. es wird beim Kunden angefragt, ob er die Karten trotz dieses Fehlers haben möchte. Am Freitag wartete nur noch sehr wenig auf mich und das wohlverdiente Wochenende nahte, denn um 12.30 Uhr war Schluss. Ich half nur noch dabei, die Lieferantenreklamation wegen der umgekippten Palette zu schreiben. Trotz der vielen Arbeit war es eine sehr schöne Woche.

In der zweiten Woche hielt ich mich im Prüflabor dieser Abteilung auf, in dem Karten auf verschiedene Weise getestet und geprüft werden, wie z.B. auf Temperatur-, Biegebelastbarkeit und auf Widerstandskraft gegen Einwirkung von Säuren und Ähnlichem. Am Montag wurden mir hauptsächlich die ganzen Gerätschaften des Labors gezeigt und erläutert. Mir fiel sofort die sog. "Folterkammer" auf, in der Karten dem Alltagstest unterzogen werden. Am darauf folgenden Tag war ich in der besagten „Kartenfolterkammer", in der Karten, auch unter Einfluss von Minus- und Plustemperaturen gebogen und auf ihre Torsionsfestigkeit überprüft werden. Jede Karte wird auf jeder Seite 250 mal gebogen, bevor sie auf die Funktionalität des Chips überprüft und die Kartenseiten gewechselt wird. Das ganze wird so lange betrieben und analysiert bis die Karte buchstäblich K.O. geht. Am Mittwoch bereitete ich Karten für eine Verbundprüfung vor, die ich dann am Donnerstag selbst durchführte. Das bedeutet, man hebt die Overlay-Folie, also die oberste Schicht einer Geldkarte, ab und befestigt daran einen Tesa-Film-Streifen, so dass man diesen dann in eine Maschine einspannen kann, die den Druck misst, bis das Overlay abgeht.

Abschließend ist zu sagen, dass es eine sehr hilfreiche Erfahrung war, einmal in die Berufswelt einen Einblick zu bekommen.

 

Radio Alpenwelle, Holzkirchen

Wie jedes Jahr konnte die 9. Jahrgangsstufe unseres Gymnasiums im April einfreiwilliges Betriebspraktikum machen. Nach kurzem Überlegen haben wir gemerkt, dass wir beide gern ein Praktikum in der Medienbranche absolvieren wollen und wir haben uns für Radio Alpenwelle entschieden. Der Betrieb sagte uns zu und das hieß für uns 2 Wochen lang Radio live zu erleben.

Schon am ersten Tag haben wir gemerkt, wie viel Arbeit hinter Beiträgen und Nachrichten steckt, denn wir durften vom ersten Tag an Arbeiten erledigen, was nicht selbstverständlich ist. Unsere Aufgabe in den 14 Tagen bestand darin, interessante Veranstaltungen der nächsten Tage herauszusuchen und als Veranstaltungstipps auszuformulieren. Ab und zu durften wir die einkommende Börse aufnehmen oder mussten für Radio Alpenwelle bei jemandem anrufen bzw. einen Anrufer spielen. Außerdem wurden wir jeden Tag in die Tölzer Innenstadt geschickt, um Umfragen zu allen möglichen ( und unmöglichen) Themen zu machen. Im Funkhaus durften wir dann die aufgenommenen Antworten zusammenschneiden, was eindeutig die schönste Aufgabe war. Bei den Umfragen mussten wir feststellen, dass aus unserer ca. 3-stündigen Arbeit nur ein 30sec langer Beitrag geworden war.

In den beiden Wochen haben wir nicht nur jede Menge Erfahrungen gesammelt ( z.B. Töne zu schneiden oder auf fremde Leute zuzugehen) sondern uns haben vor allem die Stimmung und die Leute bei Radio Alpenwelle fasziniert. Trotz teils stressiger Arbeit war immer gute Laune, was vielleicht auch damit zu tun hat, dass man als Radiosprecher einen kommunikativen und freundlichen Charakter haben sollte.

Durch das Praktikum konnten wir sehr gut die Arbeit beim Radio kennen lernen. Es hat uns geholfen, herauszufinden, ob die Medienbranche bzw. die Arbeit bei einem Radiosender ein möglicher Beruf wäre. In unserem Fall: ja.

 

"Nachtagenten" Eventmanagement, München

Bei meinem Praktikum bei dem Münchner Eventmanagement „Nachtagenten" habe ich nur positive Erfahrungen machen dürfen. Das sehr junge Team hat mich sofort gut aufgenommen und sich stets um mich gekümmert. Selbst in der Mittagspause und nach Arbeitsschluss haben gemeinsame Aktivitäten wie Basketball spielen oder ins Kino gehen dafür gesorgt, dass ich mich schnell, trotz der kurzen Zeit, im Team einbringen konnte. Durch das gute Verhältnis mit den Kollegen konnte ich selbstständig viele Aufgaben aus den verschiedensten Bereichen erledigen und habe nicht nur Erfahrungen im Eventmanagement, sondern auch im Marketing, Graphikdesign und anderen Bereichen gesammelt. Durch die vielseitigen Aufgaben habe ich vor allem auch meine Computerkenntnisse ausbauen können, die in der Schule nicht gelernt werden, im Berufsleben aber meist sehr wichtig sind.
Im Allgemeinen konnte ich also feststellen, dass mir der Beruf Eventkauffrau durchaus gefällt. Das Praktikum hat sich daher sehr für mich gelohnt. Die Möglichkeit, solcherlei Erfahrungen zu sammeln, kann ich nur weiterempfehlen und vor allem ist es wichtig, sich vorher gut zu überlegen, wo man sich bewirbt und sich auch zu trauen, ausgefallene Betriebe zu wählen.
 
 
Schuljahr 2005/06
 
ZDF, Unterföhring
 
"....und jetzt das "heute Journal" mit Marietta Slomka und Heinz Wolf!". Diese Ankündigung kennt wohl jeder, aber kaum jemand kann sich vorstellen, wieviel Arbeit hinter jedem Beitrag steckt. Nach einem 2-wöchigen Betriebspraktikum beim ZDF in Unterföhring habe ich eine sehr klare Vorstellung davonbekommen, wie es hinter den Kulissen eines solchen Fernsehesenders aussieht. Nachdem ich in den ersten zwei Tagen in der  Technikabteilung verschieden Cuttern über die Schulter schauen durfte, wurde mir klar, dass aus einer guten Stunde Filmmaterial ein nicht längerer Beitrag von 3, im Regelfall 1,5 Minuten entsteht. Und wie der gefilmte Rohstoff auf den Tisch kommt, sah ich als ich in der 2. Woche mit einem Kamerateam, welches immer aus 2 Kameraleuten und einem Redakteur bestand, rausfuhr. So kam es, das ich mit ansehen durfte, wie der große Allianz-Arena-Schriftzug am Münchner Fußballstadion aufgrund einer FiFa-Regel abgenommen wurde. Knappe 3 Stunden standen wir auf dem Stadiongelände und warteten, bis der erste Buchstabe abgenommen wurde. In der Zwischenzeit interviewten wir noch den Chef der Montagefirma und den des Stadions. So hatten wir am Ende circa 45 Minuten Rohstoff. Dazu kamen noch gedrehte Interviews und das Anbringen eines Schriftzuges auf dem Dach vom Haus der Kunst. Im Großen und Ganzen kamen wir so auf 2 Stunden Filmmaterial-der entgültige Beitrag war 3 Minuten lang. Selbst wenn der Beitrag dann fertig ist, können sich die Redakteure nicht sicher sein, ob er auch in Mainz, der Zentrale des ZDF, angenommen und abgespielt wird. Durch das Praktikum habe ich eine neue Sichtweise auf mein späteres Berufsleben bekommen. So kann ich allen, die überlegen, ein Praktikum zuabsolvieren, nur raten, dies zu tun.
 

Deutsche Bank AG,  München

Ich habe meine Praktikumszeit in der Deutschen Bank - Privat- und Geschäftskunden AG verbracht. Mein Aufenthalt dort hat mir sehr großen Spaß gemacht und ich habe sehr viel Interessantes über die Bank selbst und Angelegenheiten in der Bank erfahren. Auch die Mitarbeiter dort hatten sehr viel Geduld mit mir, haben mir alles, was ich erledigen sollte, gut erklärt, waren sehr nett zu mir und  waren mir eigentlich von Anfang an sympathisch.

Das Einzige, woran ich mich am Anfang gewöhnen musste war die Kleiderordnung, da man in der Bank weder Jeans noch Turnschuhe tragen durfte.

Ich habe bei meinem Praktikum gelernt, wie man Schecks ausstellt, wie die Ein- und Auszahlung funktioniert, wie man Überweisungen tätigt und wie man Auslandsüberweisungen ausfüllt. Außerdem durfte ich bei Kundengesprächen anwesend sein und habe zugeschaut, wie der Tresor am Morgen auf- und am Abend wieder zugesperrt wurde.

Im Großen und Ganzen hat mir das Betriebspraktikum eine gute Gelegenheit gegeben, erste Erfahrungen in der Berufswelt sammeln zu können.

 

Waldorfkindergarten, Holzkirchen

Ich habe das Angebot der Schule angenommen in der Zeit vom 18.04. - 28.04.06 an einem freiwilligen Betriebspraktikum teilzunehmen. Da ich gerne mit Kindern arbeite sah ich es als eine gute Chance mir einmal anzusehen und in der Praxis zu erleben, was man als Erzieherin alles zu tun hat. Also entschloß ich mich mein Praktikum im Waldorfkindergarten in Holzkirchen zu machen.

Ich war in einer Gruppe mit 24 Kindern, einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin. Dadurch dass ich mir diesen besonderen Kindergarten ausgesucht hatte, habe ich viel über den Unterschied zwischen einem „normalen" und einem Waldorfkindergarten gelernt. Im Waldorfbereich achtet man z.B. sehr auch gesunde Ernährung, es gibt so gut wie keine Plastikspielsachen, dafür Spielzeug aus Naturmaterialien wie Holz und Wolle wie z.B. handgemachte Puppen und geschnitzte Tiere. Sehr großer Wert wird auf Rituale gelegt, die den Vormittag gliedern und somit einen festen immer wiederkehrenden Rahmen bieten. Ich habe mit den Kindern gebastelt, gesungen, gebacken, gespielt und dabei sind sie mir sehr ans Herz gewachsen. Wir unternahmen Waldspaziergänge und waren Ostereiersuchen. Ich habe sehr viel Erfahrungen gesammelt mit und über Kinder und konnte lernen Kinder zu beobachten und mit ihnen richtig umzugehen. Glücklicherweise hatte ich zwei sehr nette und freundliche Betreuerinnen, die mich eigenverantwortlich mit den Kindern arbeiten ließen und mir vieles erklärten.

Ich habe die Zeit mit den Kindern sehr genossen und war mir nach den zwei Wochen sicher, dass ich diesen Beruf später ausüben möchte. Hätte ich nicht am Praktikum teilgenommen, wären mir sicher noch viele Sachen unklar. Ich bin froh, dass die Möglichkeit bestand, sich einen Beruf in der Praxis anzuschauen und ich kann es jedem nur unbedingt empfehlen, diese Chance bei Gelegenheit zu nutzen.

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