Zwischen Sprachvirtuosität und Sprachlosigkeit

Zwischen Sprachvirtuosität und Sprachlosigkeit

wondratschekLesung mit Wolf Wondratschek

„Ich bin sprachlos!“ So das Fazit eines mit dem Wort doch so vertrauten Autors, Gast unserer Schule letzten Montag. Welch ein Kompliment am Ende einer vergnüglichen wie berührenden Autorenlesung für die Schüler des LKD, die sich für den Abend mit einer selbst gestalteten Hörcollage eines seiner Texte bedankten. Und ein bewegender Augenblick für die zahlreichen Besucher in der vollbesetzten Aula am Schluss der Lesung mit Wolf Wondratschek.

Seine Art zu lesen amüsierte und faszinierte gleichermaßen. Damit gewann er das aufmerksame Publikum vom ersten Text an. Die Auswahl der Texte, teilweise von den Zuschauern per Zuruf gewünscht, schaffte spielerisch Neugier und Nähe zwischen Bühne und Publikumsraum.
Geboten wurde ein spannender Querschnitt durch das Schaffen des renommierten 68er Autors, erster Preisträger des begehrten Leonce-und-Lena-Preises.
 
Am internationalen Tag der Muttersprache, dem 21.02.2011, setzte Wolf Wondratschek einen eindrucksvollen Akzent, was Sprache vermag. Großzügig gab er poetische und unterhaltsame Einblicke in die Ausdrucksvielfalt von Sprache, die seine Welt bedeutet.
 
Die Fachschaft Deutsch dankt allen Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schülern,  die zum Gelingen dieser Autorenlesung der besonderen Art beigetragen haben.
Insbesondere den 20 Schülern des LKD, die in Kleingruppen die 12 Kurse der Oberstufe in selbst gestalteten Deutschstunden auf die Begegnung mit dem Autor vorbereitet und vernetzt haben.
Die von 8 Kursen der Oberstufe erstellten Fotocollagen zum Thema „Lesen“ setzten einen stimmigen Rahmen der Lesung.
Auch wir Lehrer sind immer wieder „sprachlos“, was Schüler so vermögen, findet sich ein Aktions- und Entfaltungsraum in eigener Sache und eigener Verantwortung. 
 
C. May, C. Stadtmüller